Sankt Martin
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Diana Wagner
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Geschichtlicher Hintergrund
| Der geschichtliche Hintergrund
Der heilige Martinus wurde um 316 in Sabria, in Ungarn, geboren. Er war der Sohn eines römischen Rittmeisters. Mit 15 Jahren trat er, wie es für Söhne von Berufssoldaten üblich war, in die Militärschule ein und diente zunächst Kaiser Constantin und später Kaiser Julian in der berittenen kaiserlichen Laibgarde. Seinen Sold gab er, bis auf das, was er unverzichtbar zum Leben brauchte, an Notdürftige weiter. War bekannt und beliebt für seine Hilfsbereitschaft und Bescheidenheit. Mit 18 Jahren wurde der Offizier Martinus dann in Armenien stationiert. Dort soll auch die Mantelteilung stattgefunden haben. Während eines sehr kalten Winters soll Martinus am Stadttor auf einen zerlumpten Bettler gestoßen sein, der ihn um ein Almosen bat. Da Martin kein Geld oder andere Dinge bei sich trug, entschloß er sich, mit dem Schwert seinen Militärmantel zu teilen und eine Hälfte dem Bettler zu geben. Da dieser aber Militäreigentum war, musste er dafür drei Tage Haft über sich ergehen lassen. In der ersten Nacht nach der Mantelübergabe, ist Martinus im Traum Jesus im geteilten Mantel erschienen. Er sah dies als Aufforderung aus dem Militärdienst auszutreten und sich taufen zu lassen. Eine dreijährige Vorbereitungszeit auf die Taufe begann. Als die Germanen erneut Gallien angriffen, wurden an die Soldaten durch Kasier Julian Prämien verteilt. Jeder Soldat wurde einzeln zum Kaiser gebeten um die Prämie vor dem Kampf entgegenzunehmen. Martinus sah darin die Gelegenheit sich vom Militär zu befreien. Kurzentschlossen dankte er die Prämie ab und bat den Kaiser um Entlassung aus dem Militär, da es ihm als Christ nicht erlaubt ist, mit der Waffe zu kämpfen. Der Kaiser hingegen sah sein Gesuch um Entlassung als Feigheit vor dem Kampf. Daraufhin schlug Martinus ihm vor, sich an forderste Front, unbewaffnet, ohne Helm und ohne Schild vor den Feind zu stellen. Er garantierte Julius, dass ihm mit Gottes Gnade nichts geschehen würde. Bevor es jedoch dazu kam, ergaben sich die Germanen. Martin konnte nun das Militär verlassen und strebte jetzt das Pristertum an. Nachdem es ihm gelungen war seine Mutter ebenfalls zum Christentum zu bekehren, gründete er in Liguge ein Kloster. Nach dem Tod des Bischofs von Tours, zehn Jahre nach seiner erfolgreichen Klostergründung, wurde Martinus als Nachfolger vorgeschlagen. Angeblich versuchte sich Martinus diesem Amt zu entziehen und versteckte sich in einem Gänsestall. Die Gänse haben allerdings, durch ihr Geschnatter, das Versteck schnell verraten und so stand der Weihe zum Bischof von Tours nichts mehr im Weg. Die Aufgaben als Bischof nahm Martinus sehr ernst und er wurde auch weiterhin von den Leuten verehrt. Am 8. November 397 starb Martinus in Candes und wurde am 11. November in Tours begraben. Bald darauf wurde, völlig unüblich, der Tag der Beisetzung zu einem großen Festtag. Um 500 nach Christus sprach dann der Frankenkönig Chlodwig Martinus zum Nationalheiligen und machte ihn zum Schutzherrn der fränkischen Könige. Der Mantel Martinus wurde seit dieser Zeit bei Schlachten mitgeführt.
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