Sankt Martin
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Diana Wagner
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Bräuche
| Laternenumzüge
In ganz Deutschland ziehen Kinder am Martinsabend, nach Einbruch der Dunkelheit, mit meist selbstgebastelten Laternen durch die Straßen. Am Ausgangspunkt der Laternenzüge, meist Schulen, Kindergärten und Kirchen, wird die Geschichte der Mantelteilung nachgespielt und ein Martinsfeuer angezündet. Die Botschaft, die mit dieser Heiligenverehrung vermittelt werden soll lautet: Wer teilt, gewinnt!
Martinsfeuer
Das Martinsfeuer ist ein Brauch, den man heute nur noch sehr selten findet. Das Feuer soll, genauso wie die Kerzen in den Laternen, "Licht ins Dunkle" bringen. Durch den Feuersprung, bei dem Kinder und Erwachsene über das Martinsfeuer oder eine Kerze springen, soll die Kraft des Lichtes noch verstärkt werden. Vermutlich hat das Martinsfeuer seinen Ursprung in der germanischen Wintersonnwendfeier.
Martinsspiel
In vielen Kindergärten, Schulen und Kirchen gehört das Martinsspiel fest zum Martinstag. Die Kinder üben schon Tage vorher, mit Begeisterung, das kleine Stück über die Mantelteilung des heiligen St. Martins ein. Am Abend des 11. November wird das Stück dann für Eltern und Großeltern aufgeführt.
Die Martinsgans
Als Martin zum Bischof von Tours geweiht werden sollte, versuchte dieser sich in einem Gänsestall zu verstecken. Da die Gänse aber laut schnatternd auf den Eindringling los gingen, war Martin schnell gefunden. Nach seiner Weihe zum Bischof lies er die verräterischen Gänse zur Strafe braten. Tatsächlich aber hängt das Schlachten der Gänse mit dem bäuerlichen Jahreskreis zusammen. Zu dieser Jahreszeit wurde das Vieh von den Weiden in die Ställe geführt, auf den Äckern war nichts mehr zu tun und die Vorräte für den Winter wurden angelegt.
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